17.10.2019

Schon beim Hausbau an Barrierefreiheit denken

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland wird die altersgerechte Gestaltung des privaten Wohnraumes immer bedeutsamer. Neben einer ausreichenden Größe sollten daher bei der Planung auch neue Technologien eine Rolle spielen, die ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter ermöglichen. „Ambient Assisted Living“ (AAL) ist der Fachbegriff für Technologien, die im Alltag unterstützen und die Sicherheit der Bewohner erhöhen können. Modernste Gebäude- und Kommunikationstechnik kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten.
Schon heute an morgen zu denken und beim Hausbau oder einer Renovierung die Haustechnik für die Zukunft zu rüsten, ist klug. Denn Barrierefreiheit muss nicht erst im Alter ein Thema werden, ein Unfall oder eine unerwartete Krankheit können die Lebensumstände von heute auf morgen verändern. Zudem sorgen moderne Techniken nicht nur im Alter für Erleichterung des Alltags, sondern steigern schon heute den Komfort und die Sicherheit.
Hilfreich sind zum Beispiel automatisierte Rollladenschaltungen und Fenster, die sich über leicht bedienbare Steuerungsgeräte öffnen und schließen lassen. Im Falle eines Brandes sorgen mit Funk vernetzte Rauchwarnmelder dafür, dass der Alarm in jedem Zimmer ertönt und damit rechtzeitig Hilfe gerufen wird. Für schwerhörige Menschen können Alarmanlagen mit zusätzlichen visuellen Lichteffekten ausgestattet werden. Notruftasten auf Tablets, Telefonen, Handsendern oder Armbändern sorgen im Ernstfall für einen unkomplizierten und schnellen Hilferuf an eine vorher festgelegte Kontaktperson. Zum Einsatz kommen können auch Sensorfußböden und ein „Inaktivitätsmonitoring“, das einen Hilferuf sendet, wenn sich eine Person untypisch lange ohne Bewegung an einem Ort in der Wohnung aufhält.
Wichtig ist eine kompetente Beratung und Installation der Geräte durch Elektro-Innungsfachbetriebe. 

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